The World‘s Number 1 in Sports Retailing.

Skitouren Tipps

DEN GLÜCKSGEFÜHLEN
AUF DER SPUR

Tipps für Skitouren

Hinter dem Berg blinzelt die Sonne hervor. Sie wirft zuerst helle Schatten, dann immer schärfere Silhouetten auf den weissen Hang. Unten im Tal schläft noch alles tief. Hier oben stapft eine kleine Gruppe von Skitourengehern bereits durch den Schnee. Für diesen magischen Moment des Sonnenaufgangs halten alle inne.


 

Solche Augenblicke bleiben wie eine Fotografie im Gedächtnis haften. Sie sind unvergesslich, unbezahlbar, unübertreffbar. Derartige Glücksgefühle sprechen sich herum. Kein Wintersport hat in den letzten Jahren so viele Beginner angelockt.
 

Wichtig:

Jede Skitour muss gut geplant sein. Zur Standardausrüstung gehören Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät), Schaufel und Sonde. Die Wettervorhersage und das Lawinenbulletin (www.slf.ch) sind vor dem Start genau zu studieren und lokale Gegebenheiten vor Ort, wie Neuschnee und Wind, zu beachten. Wer das alles befolgt und im Bedarfsfall einen erfahrenen Führer dabei hat, kann unbeschwert geniessen. Zum Trendsport im verschneiten Gebirge ist zuletzt viel Literatur erschienen. Begeisterte Tourengeher schreiben ihre Eindrücke auf und veredeln sie mit wunderbarem Bildmaterial.


Nachfolgend verraten sechs INTERSPORT Fachhändler
ihre persönliche Lieblingsskitour:


 

Brisengipfel - Michael Huwyler, Huwyler Sport, Beromünster
1. Tipp

«Brisengipfel»

ab Niederrickenbach (Alternative: Glattigrat)

«Die mittelschwere Skitour startet in Dallenwil OW. Mit der Gondel geht es hoch nach Niederrickenbach/Maria-Rickenbach. Von dort marschiert man auf den Fellen los in Richtung Brisen. Auf halbem Weg entscheidet man sich für die Route in Richtung Brisenhaus zum Glattigrat oder für die anspruchsvollere Tour zum Brisen­gipfel (2404 m ü.M.). Die Aussicht vom Gipfel über den Vierwaldstättersee ist atemberaubend. Die rund vierstündige Skitour ist ohne Führer machbar, erfordert aber je nach Bedingung gute Lawinenkenntnisse.»


Die Lieblingsskitour von:
Michael Huwyler, Huwyler Sport, Beromünster

 


 

Brisen - Urs Küttel, Von Moos Sport, Luzern
2. Tipp

Brisen

von Beckenried über Klewenalp

«Auch meine Lieblingstour führt auf den Brisen, aber über eine andere Route. Ausgangspunkt ist eine Seilbahnfahrt von Beckenried zur Klewenalp. Von dort geht es auf den Fellen hoch zum Brisenhaus, von dort weiter auf den Gipfel. Wenn genügend Schnee liegt, ist dann die abenteuerliche Skiabfahrt bis zum Ausgangspunkt Beckenried möglich. Die Brisen-Tour war meine erste Skitour. Ich gehe immer wieder gern. Zum Trainieren oder als Ausflug mit meiner Frau und den zwei Kindern. Immer wieder treffe ich hier auch Kunden aus dem Sportgeschäft und Bekannte.»


Die Lieblingsskitour von:
Urs Küttel, Von Moos Sport, Luzern

 


 

Piz Chapütschin - Kevin Weiner, La Fainera Sport, Sils Maria
3. Tipp

Piz Chapütschin

über Corvatsch

«Ein eher kurzer Aufstieg, gefolgt von einer gigantischen Abfahrt. Das ist die Charakteristik meiner Lieblingsskitour am Corvatsch. Startpunkt ist mitten im Skirummel an der Bergstation Corvatsch. Nach kurzer Zeit verlässt man die Piste und gelangt in eine wunderbare, wilde Bergwelt mitten im Bernina-Massiv. Der Aufstieg bis zum Piz Chapütschin dauert nur zweieinhalb bis drei Stunden. Trotzdem fühlt man sich im hochalpinen Gebirge, umgeben von Viertausendern. Die anschliessende Skiabfahrt ins Val Fex zurück bis nach Sils Maria ist ein Hochgenuss.»


Die Lieblingsskitour von:
Kevin Weiner, La Fainera Sport & Mode, Sils Maria

 


 

Vanil blanc - Didier Castella, Castella Sports, Bulle
4. Tipp

Vanil blanc

im Greyerzerland

«Die Anreise erfolgt im Zug bis nach Albeuve/Lessoc. Wenn nur wenig Schnee liegt, muss man die Tourenski während der ersten 20 Minuten schultern. Danach geht es über weite Schneefelder und durch Wälder in Richtung Gipfel des Vanil Blanc auf 1827m ü.M. Nach zirka dreieinhalb Stunden hat man das Ziel erreicht und geniesst die fantastische Panoramarundsicht über die Berner Alpen. Dann der krönende Abschluss, eine sensationelle Abfahrt durch den Tiefschnee zurück zum Ausgangspunkt.»


Die Lieblingsskitour von:
Didier Castella, Castella Sports, Bulle

 


 

Col des Chamois - François Cruchon, François Sports, Morges
5. Tipp

Col des Chamois

ab La Barboleusaz

«Rund sieben Stunden dauert die Skitour auf den Col des Chamois auf 2660 m ü.M. Der Startpunkt befindet sich in La Barboleusaz bei Gryon in den Waadtländer Alpen, wo man direkt mit dem Zug hinkommt. Dabei werden 1400 Höhenmeter überwunden. Trotzdem ist die Tour nicht schwierig und auch für Anfänger absolut geeignet. Bei schönem Wetter kann man sich problemlos ohne Bergführer auf den Weg machen. Mir gefällt die Tour sehr, weil man über weite Strecken pure Natur geniessen kann, ohne Lärm, ohne Bauten, ganz ohne Hektik.»


Die Lieblingsskitour von:
François Cruchon, François Sports, Morges

 


 

Madrisa-Rundtour - Iren Rauber-Egli, eglisport, Winterthur
6. Tipp

Madrisa-Rundtour

«Die Madrisa-Rundtour ist ideal für gute Skifahrer auch mit wenig Skitouren-Erfahrung. Mit Vorteil in Begleitung eines Guide. Start ist in Küblis, von wo der Zug nach Klosters-Dorf fährt. Hier gibt es Tickets für die Rundtour. In vier Etappen erreichen wir das Schlappinerjoch. Dort erwartet uns eine tolle Abfahrt nach Gargellen (A). Gondel- und Sesselfahrten wechseln sich ab mit herrlichen Talfahrten im Tiefschnee. Die Abfahrt nach St. Antönien ist ein Höhe­punkt. Mit dem Postauto geht es zurück nach Küblis.»


Die Lieblingsskitour von:
Iren Rauber-Egli, eglisport, Winterthur


Die klassischen Skitouren des Schweizer Alpen-Club SAC.

Die klassischen Skitouren

des Schweizer Alpen-Club SAC

Der Führer präsentiert die Routen zu rund 450 Hütten und Gipfeln zwischen Dent de Lys und Rosswis, Gridone und Glatten. Natürlich sind die grossen Klassiker ebenso beschrieben:

Finsteraarhorn und Monte Rosa, Dammastock und Tödi, Piz Bernina und Rheinwaldhorn. Vorschläge für mehrtägige Rundtouren und Tourenwochen runden die Kapitel ab. Ergänzt werden die Beschreibungen durch 113 Fotos mit eingezeichneten Routen sowie Piktogrammen für Snowboard-Touren.


Mehr erfahren:

Tourenpartner gesucht?

Auf gipfelbuch.ch finden Bergsportler viele interessante Infor­mationen zur Planung ihrer Berg­abenteuer. Im Vordergrund stehen Routenbeschreibungen und Berichte über die aktuellen Verhältnisse in den Bergen, regelmässig verfasst von einer aktiven Bergsport-Community. Zudem unterstützen die Plattformen Freizeitaktivisten beim Networking und Informationsaustausch unter ihresgleichen. So kann man hier auch einen Tourenpartner suchen und finden.


Interview mit Max Contesse


 

Max Contesse, Kommandant der Patrouille des Glaciers.

Max Contesse

Kommandant der Patrouille des Glaciers
 
Max Contesse, was macht die Faszination der Patrouille des Glaciers aus?

Das härteste Skitourenrennen der Welt ist ein Mythos, ein einzigartiger Lauf, organisiert von der Schweizer Armee. Einzigartig sind das Dreierteam, das hochalpine Gelände, die Streckenführung von Zermatt über Arolla nach Verbier und auch die Anforderungen an das Durchhaltevermögen der Alpinsportler. Der Anlass geht auf die Grenzbesetzung im Zweiten Weltkrieg zurück.

 

Welches Anforderungsprofil müssen Teilnehmende vorweisen?

Wir müssen jeweils rund 1000 Interessenten abweisen, weil der Andrang so enorm ist. Pro Durchführung starten je rund 700 Dreierpatrouillen in Zermatt und Arolla. Einen fixen Startplatz erhalten aktive und ehemalige Armeeangehörige. 50 Prozent der Startplätze werden unter zivilen Sportlerinnen und Sportlern verlost. Wer mitmacht, muss sich gut vorbereiten und über Teamfähigkeit verfügen. Auf der langen Wettkampfstrecke hat jeder einmal eine Krise.

 

Sind Sie selbst auch ein «Finisher»?

Ja, ich durfte die Patrouille des Glaciers mehrmals absolvieren und habe wunderbare Erinnerungen an jeden einzelnen Lauf. Die Gefühle sind unbeschreiblich, wenn man in Verbier die Ziellinie überschreitet.


Mehr erfahren: