Wir haben die fancy Fitnesscenter hinter uns gelassen und uns an Orte begeben, von denen die meisten von uns noch nie etwas gehört haben. Es sind keine gewöhnlichen Orte, sondern aussergewöhnliche Spots, an denen verschiedene Menschen trainieren. Es ist an der Zeit, ihre Geschichten zu erzählen. Diese Reise wird dich vom ländlichen Raum in die Vororte der Stadt führen. Von Community zu Community.

Wir stellen vor: Emma-Jane Smith

Ihre Begeisterung dafür, schwierige Pferde zu trainieren, inspirierte sie bei ihrem Training

Emma-Jane Smith

Emma-Jane ist eine höchst inspirierende Frau, die sämtliche Erwartungen übertraf: Sie überwand alle Hürden, die ihnen jene in den Weg gestellt hatten, die ihr vorschrieben, was sie zu tun und wer sie zu sein hat.

Ihr Leben im schottischen Hinterland und ihre Begeisterung dafür, schwierige Pferde zu trainieren, inspirierten sie bei ihrem Training. Sie wollte stärker werden, um öfter und besser ausreiten zu können. „Ich möchte meine Grenzen immer neu ausloten.“ Sie begann in ihrem örtlichen Fitnessstudio zu trainieren, fühlte sich dort jedoch wegen ein paar anderer Sportler unwohl. „Man muss wirklich auf sein Umfeld achten. Um es ihnen richtig zu zeigen, habe ich mich reingehängt und ständig verbessert. Dann gewann ich die Europameisterschaft.“ Anschliessend baute sie sich in ihrem Stall ein eigenes Fitnessstudio auf, wo sie sich ganz auf sich selbst konzentrieren kann. „Das erinnert mich daran, wie stark und unabhängig ich allein sein kann.“ Sie nennt das Ganze „Farm Strong“ – funktionales Training. „Wie das genau geht, liegt im eigenen Erfinderreichtum. Ich will einfach mein Bestes geben. Meine Grenzen neu definieren, die Messlatte etwas höher legen.“ „An meine Grenzen zu gehen, macht mich glücklich. So kann ich Grosses erreichen und dabei hoffentlich auch andere inspirieren.“

Sie hat das richtige Umfeld gefunden: gute Freunde, die sie tatkräftig unterstützen. „Sie haben mich um einiges stärker gemacht.“ Anschliessend schaffte sie es überraschend früh in ihrer Trainingslaufbahn zur stärksten Frau Schottlands und schrieb Geschichte, indem sie als erste Frau mit blossen Händen die legendären Dinnie-Steine hochhob. Diese wiegen insgesamt stolze 333 Kilogramm. „Als Schottin bedeutet mir die Geschichte dieser Steine sehr viel. Deswegen werde ich sie irgendwann noch einmal hochheben!”

Emma‘s Botschaft an die Welt lautet:
„Man muss darauf achten, sich selbst und kleine Errungenschaften wertzuschätzen. Das Gefühl, selbst etwas erreicht zu haben, ist grossartig. Um seine Ziele zu erreichen, muss man beim Training oder auch im Alltag auf die richtige Einstellung achten. Glaube an deine eigenen Fähigkeiten und habe Spass!“

Wir stellen vor: Foysol Miah

Personal Trainer, der Messer von den Strassen Londons schmelzt und kostenlose Turngeräte daraus macht

Foysol Miah

Es sollte mehr Menschen wie Foysol Miah geben, der es sich zum Lebensziel gemacht hat, dem örtlichen Nachwuchs durch Training neue Perspektiven zu eröffnen.“

„Sport ist grossartig – er hilft Jugendlichen, Hürden zu überwinden und ihre Identität zu finden. Sport verbindet Menschen und lässt sie alles aus sich herausholen.“ Der gebürtige Bangladescher ist mittlerweile fest in London verwurzelt. Seine vier Kinder inspirieren und motivieren ihn dazu, jeden Tag alles zu geben. „Kinder müssen sich wertgeschätzt fühlen und Selbstvertrauen aufbauen, um sich voll entfalten zu können. Bei einem Kind ist es dasselbe wie bei einer Pflanze. Man erntet, was man sät.“ Bei seinem Training baten Jugendliche aus der Gegend Foysol eines Tages um Rat. Er begann zunächst mit einer kleinen Gruppe und bemerkte schnell, wie sehr er das Leben der Teenager verbessern konnte. „So viele Jugendzentren werden zugemacht. Daher wissen die Jugendlichen nicht, wohin mit ihrer Energie. Indem wir das gemeinsam angehen und Grundlagen schaffen, können wir das Problem bekämpfen. Alles begann damit, dass wir zu einer kleinen Familie zusammenwuchsen. Ich lehre stets mit dem Herzen!“

Dann gründete Foysol ein Team namens G5 BarStarz „Hier kann der Nachwuchs seine Aggressionen abbauen und negative in positive Energie umwandeln.“ Doch Foysol unterstützt seine Schützlinge nicht nur mit Trainingsgrundlagen, sondern auch mit Ernährungstipps und vermittelt ihnen, wie wichtig Verantwortung und Einsatz sind. „Das ist wie Selbstverteidigung für das Selbstbewusstsein.“ Die Gruppe trainiert im Outdoor-Fitnesspark der gemeinnützigen Einrichtung Steel Warriors im Londoner Stadtteil Poplar. Sie setzt sich dafür ein, dass sich weniger britische Jugendliche mit Messern bewaffnen. So schmilzt sie Messer von den Strassen Londons ein und macht daraus kostenlose Turngeräte. „Diese Bewegung ist unglaublich mitreissend. Es gilt, sie dazu zu ermutigen, in dieser Welt ihr Bestes zu geben.“

Foysols Botschaft für die Welt lautet:
„Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir mehr Ressourcen und Projekte zur Jugendförderung. Ich würde mich sehr freuen, wenn Experten und Grossorganisationen uns unterstützen und beraten. Damit hoffe ich, eine Bewegung loszutreten, der Menschen auf der ganzen Welt folgen.“