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LLL – Langläufer leben länger

Wer Langlauf als langweilig abstempelt, der hat es vielleicht noch nie richtig versucht. Denn die uralte Sportart, die schon im letzten Jahrhundert den Breitensport erreicht hat, ist eine der effektivsten die es gibt. Mit ihr schlägt man gleich sieben Fliegen auf einen Streich: Kraft wie Ausdauer, Geschicklichkeit wie Körperbeherrschung, Beine wie Arme und der Rumpf werden gleichzeitig beansprucht und trainiert – und das gleich bei beiden Techniken. Kein Wunder also warb man schweizweit in den 1960er Jahren mit dem Slogan «LLL – Langläufer leben länger».

Mit der richtigen Technik unterwegs
Langlaufen ist äusserst wirkungsvoll und gleichzeitig gelenkschonend, deswegen eignet es sich auch für all jene, die Mühe beim Joggen haben. Gleichzeitig ist die Sauerstoffsättigung im Blut bei Langläufern sehr hoch, die Fettverbrennung und das gesamte Herz-Kreislauf-System werden angekurbelt und in Schwung gebracht.

Damit das Training auf den schmalen Latten aber effizient wird und Spass macht, benötigt man die richtige Technik – egal ob dabei der klassische oder der Skating Stil bevorzugt wird.

Die Skating Technik einfach erklärt

Damit das Skilanglaufen dauerhaft Spass und Freude bereitet, ist eine saubere Lauftechnik unabdingbar. Sowohl Klassisch wie auch Skating sind technikintensive Sportarten und stellen besondere Anforderungen an die koordinativen Fähigkeiten. Die Skating Technik ist erst in den 80er-Jahren im Spitzensport entstanden und wird heute sowohl in den Spezial-Langlaufwettbewerben wie auch in der Nordischen Kombination und im Biathlon eingesetzt.

Der Bewegungsablauf des Skatings ähnelt dem Schlittschuhschritt des Eisschnelllaufes. Um einen besseren Vortrieb zu erzielen, werden zusätzlich Stöcke benutzt.

Mit fünf Gängen ans Ziel
Skating umfasst grundsätzlich fünf Schrittarten, vergleichbar mit den Gängen eines Fahrzeuges. Je nach Gelände wird «in den passenden Gang geschaltet» respektive die ökonomischste Schrittart gewählt. Die Wechsel erfordern ein gutes Körpergefühl. Es werden folgende Schrittarten unterschieden:

BezeichnungBevorzugtes Gelände
5. GangSchlittschuhschritt ohne Stockeinsatzflach bis fallend, Sprint
4. Gang1:2-Schlittschuhschrittflach bis leicht fallend
3. Gang1:1 Schlittschuhschrittflach bis leicht steigend
2. GangAsymmetrischer Schlittschuhschrittsteigend, einseitig abfallend
1. GangDiagonalschlittschuhschrittSteigend bis steiler Anstieg

Die Basis aller Schrittarten bilden der Schlittschuhschritt sowie eine parallele oder diagonale Armarbeit. Diese werden je nach Gang unterschiedlich zusammengesetzt und getimt. Ein sauber durchgeführter Stockeinsatz kombiniert mit dem Beinabstoss vom gleitenden, ausgescherten und aufgekanteten Ski ist die wesentliche Voraussetzung für einen guten Vortrieb. Beim Skaten ist die Gleitphase und Stabilität auf einem Ski äusserst zentral, um kräfteschonend und ökonomisch vorwärtszukommen. Die Gewichtsverlagerung von einem Ski auf den anderen ist punkto Gleichgewicht nicht zu unterschätzen.

Langlauf Kurse

Tipp:
Um sich den Einstieg ins Skaten zu erleichtern und Anfängerfehler möglichst schnell auszumerzen, ist es daher stets ratsam, in einer Langlaufschule professionelle Tipps einzuholen.