«Trailrunning – Auf ins Abenteuer!»

Erlebnisbericht von Silvia Nüesch

Dort wo die breite Trainingspiste endet, beginnt das Eldorado der Trailrunner. Das Laufen abseits der gut ausgebauten Wege ist aber viel mehr als nur über Wurzeln springen, unter tiefhängenden Ästen hindurchzirkeln und über Bäche balancieren. Trailrunning ist ein intensives Ganzkörpertraining, das keine Muskelgruppe verschont. Für mich ist es zudem der beste mentale Regenerator, den es gibt. Es zählt nur das Hier und Jetzt.

Wer Lust auf neue Wege, spektakuläre Aussichten und einen Hauch Abenteuer hat, der könnte sich ins Traillaufen verlieben. Hier zählen weniger die gelaufenen Durchschnittsgeschwindigkeiten und Kilometer, sondern vielmehr die Erlebnisse. Der Blick ins Tal nach einem anstrengenden Aufstieg, der Cappuccino in der Hütte am Etappenziel oder das prickelnde Gefühl, wenn die Füsse zum Schluss in einen eiskalten Bergbach tauchen. Auch das kann Laufen sein. Und genau diese Vielseitigkeit mag ich.

Ein Laufsack und Kopf voller Ideen

Meist lege ich meine Trailläufe auf einen Sonntag. Dann kann ich mir Zeit lassen und aus einer dürfen auch zwei Stunden werden. Wichtigster Begleiter ist mein Laufrucksack, den ich mit Wasser, Banane, einem zusätzlichen Laufshirt, einer wasserabweisende Laufjacke, falls das Wetter wechselt, etwas Geld und dem Handy fülle.

Trailschuhe mit gutem Halt, einer profilierten Aussensohle und einem robusten, vielleicht sogar wasserabweisendem Obermaterial, runden die besondere Ausrüstung fürs erste ab. Selbstverständlich gibt es spezielle Trail-Bekleidung, man kann sich zu Beginn aber auch mit dem bekannten Laufoutfit auf die ersten Trail-Kilometer wagen. Und dann kanns auch schon losgehen. Ganz gemütlich! Denn Trailrunning ist oft von steilen Auf- und Abstiegen geprägt, die viel Kraft brauchen und auch die Herzfrequenz ausschlagen lassen. Mit Köpfchen laufen ist darum gerade in dieser Disziplin Ehrensache. Bei der Streckenwahl setze ich mir aber meist nur wenige Vorgaben – Trailrunning ist Freiheit pur!

Vorteile und Trainingseffekte Trailrunning

Weitere Top-Argumente warum diese Disziplin einen fixen Platz in jedem Trainingsplan haben sollte, sind:

  • Stärkung der Fuss- und Beinmuskulatur. Da kein Fussauftritt wie der andere ist und häufig zwischen Vorfuss, Mittelfuss und Fersenlaufen gewechselt wird, erhält diese Muskulatur ein extra Training. Überbelastungen sind seltener als bei monotonen Belastungen.

  • Verbesserung der Koordination. Beim Trailrunning ist der ganze Körper gefordert und je schwieriger das Gelände, desto mehr Muskeln werden gebraucht. Eine natürliche Laufschule ist immer inklusive.

  • Optimierte Lauftechnik. In der Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten liegen ungeahnte Leistungsreserven, die man gezielt trainieren kann. Wer im Gelände agil laufen kann, wird nicht nur schneller, sondern man läuft auch sicherer auf anderen Laufunterlagen (Strasse, Bahn, Waldstrassen).

  • Förderung der Konzentration. Wer auf schmalen Naturwegen unterwegs ist, muss seine Füsse und Bewegungen jederzeit unter Kontrolle haben. Gedankenkarusselle haben keine Chance.

Trailrunning Damen Trailrunning Herren

Dieses Fokussieren auf das Hier und Jetzt, der Blick ins Tal nach einem Aufstieg und natürlich die Erlebnisse in der Natur sind für mich Motivation genug, immer wieder die Trailschuhe zu schnüren. Und ich wurde noch nie enttäuscht!

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